LONNY KELLNER-FRANKENFELD
- die erfolgreiche Schauspielerin und Sängerin war 23 Jahre glücklich mit dem Peter Frankenfeld verheiratet.

Als das Nesthäkchen aus dem Remscheider Handwerker-Haushalt noch auf Loni hörte, ahnte niemand das Talent, welches in dem hübschen Teenager schlummerte. Schauspielunterricht, Gesangsstudium, erste Rollen, am Bonner Stadttheater und Klassiker wie „Minna von Barnheim“, „Scampolo“ und „Die versunkene Glocke“ am Westfälischen Landestheater waren der Anfang. Durch kollegiale Empfehlung gelang 1948 der Sprung vor die Mikrofone im Kölner NWDR-Funkhaus. Für die ersten Songs

„Wenn ich Dich seh’, dann fange ich zu träumen an“ und „Gib mir einen Kuss durchs Telefon“ gab es 75 Mark in der begehrten harten Währung.

Es blieb nicht beim Gesang. Kabarettsendungen, Hörspiele, Orchesteraufnahmen in vielen Funkhäusern. Die ersten großen Hits erklangen im Duett mit René Carol : „Im Hafen von Adano“ und „La le lu“. Wenig später – 1952 – stand Lonny Kellner von der Filmkamera mit Schlagern wie „Manhatten-Boogie“ in dem Streifen „Königin der Arena“. Film auf Film bestimmten danach den Terminkalender: „Das ideale Brautpaar“, „Blume von Hawaii“, „Geld aus der Luft“, „Keine Angst vor Schwiegermüttern“, „Auf Wiedersehen am Bodensee“ – um nur einige aufzuzählen.

Filmmusiken wurden damals auch Superhits. Lonny Kellner sang sich mit „So ein Tag, so wunderschön wie heute“ und „Du, du, du, lass mein kleines Herz in Ruh“ in die Herzen der Nation. Dabei eroberte sie ein Herz ganz besonders, das von Peter Frankenfeld, den Lonny zuvor auf einer gemeinsamen Tournee kennengelernt hatte. 1956 läuteten in der kleinen Heidegemeinde Hollenstedt die Hochzeitsglocken. Max Schmeling und Frau Anny Ondra waren Trauzeugen und Wundergeiger Helmut Zacharias stimmte mit „ Lullaby of Birdland“ den Honeymoon ein.



Ab jetzt standen Lonny und Peter immer öfter gemeinsam vor Kameras und Mikrofonen, hatten Shows und Tourneen im Doppelpack, stellte Lonny die Solokarriere hintenan, schlug aus Liebe sogar ein USA–Angebot aus. Das Haus im holsteinischen Wedel wurde für die kreativen Eheleute zugleich Tonstudio und Peters Bastelstube für großartige Sketche, Funk– und TV– Sendungen und nicht zuletzt für unzählige gemeinsame Projekte – darunter unvergeßliche Duette wie „Bum–Budi-Bum“ oder „Ich bin der Herr im Haus“.

Viel zu früh starb ihr geliebter Peter. Lonny Kellner besann sich auf ihre Arbeit als Schauspielerin und wurde Stammgast auf den Bildschirmen mit 39 Folgen der Serie „Unsere Hagenbecks, mit eindrucksvollen Gastdpielen auf dem ZDF- „Traumschiff“, Hauptrollen in „ Ein unvergessenes Wochenende“ oder in der Serie „Heimatgeschichten“...

Zum ehrenden Andenken an den unvergleichlichen Peter Frankenfeld stiftete Lonny Kellner-Frankenfeld den Peter Frankenfeld Preis für künstlerische Vielseitigkeit und humanitäres Engagement.

Lonny Kellner starb am 22. Januar 2003 an den Folgen einer schweren Erkrankung im Alter von 72 Jahren.